~Bill's Sicht~

Leicht entsetzt nehme ich den letzten Satz von Tom war. Ich hätte unglaubliche Lust dich zu knallen… Was meinst du? Was ich dazu meine? Das spielt im Moment glaube ich keine großartige Rolle.

Seine Lippen drücken sich immer heftiger auf meine, seine Hände schlingen sich immer fester um meine Handgelenke. Ich versuche mich aus seinem Griff zu befreien, meinen Kopf weg zu drehen, doch ich bin wie gefangen. Gefangen in einem Sog der Gefühle.

Langsam beginnt sich mein Verstand auszuschalten. Die Mauer des Widerstandes beginnt Stück für Stück zu bröckeln und plötzlich gebe ich mich dem Kuss hin. Ich genieße ihn, lasse meine Lippen mit seinen verschmelzen und bemerke wieder nicht, wie falsch es alles ist.

Sein Griff um mein Handgelenk lockert sich langsam wieder und seine Hand wandert langsam meine Seite hinunter. Schließlich bleibt sie auf meinem Hintern liegen und drückt mich so näher an sich.

Unsere Becken treffen sich und Tom stöhnt kehlig in den Kuss hinein. Eine feine Gänsehaut überzieht meine Haut und ich drücke mein Becken fester gegen seins.

Wir lösen uns von einander und ich kann seinen warmen Atem an meinem Ohr spüren, woraufhin er kurz in mein Ohrläppchen beißt. So gerne würde ich ihm jetzt in seine Augen schauen. In seine wunderschönen, braunen Augen, die den Glanz von Bernstein in sich tragen…

Alle Zweifel werden zur Seite geschoben und ich lebe nur noch für diesen Augenblick.

Plötzlich fängt die Erde unter uns an zu beben. Geschockt reiße ich mich los, lasse mich auf den Boden sinken und halt die Arme schützend über meinen Kopf. Das Beben hält vielleicht 10 Sekunden an, nicht länger, doch trotzdem habe ich Angst.

Tom dagegen steht nur da und lacht. Er lacht einfach nur du.

„Och komm schon Billy, das war doch nur ein Beben. Die Erde hat einen Orgasmus bekommen.“ Und er lacht noch mehr. „Machen wir da weiter, wo wir aufgehört haben!“

Er will mich hochziehen, packt mich an den Handgelenken, doch ich werfe mich dagegen.

„Bill. Ich weiß dass du es auch willst…“ Seine Stimme ist nur ein Raunen.

Bill! Er steht auf Droge. Auf Droge verdammt! Er würde es sonst nie machen, nie! Denk daran Bill, denk daran…

Mit einem Ruck reiße ich mich los, krabbele in eine andere Ecke und drücke mich gegen die Wand. Wie konnte ich nur?!

„Komm mir bloß nicht zu nahe!“, zische ich bedrohlich in die Dunkelheit, höre aber nur Toms unregelmäßigen Atem.
16.12.07 21:41


~Tom's Sicht~

"Hier ist... hier ist Bill"

Seine Worte hallen in meinen Ohren wieder. Von Verzweilung bis über zur Wut geht es mit mir durch. Bis ebend hatte ich ja noch die Hoffnunf ich würde es mir nur einbilden, aber jetzt ist es offensichtlich und einfach so... fange ich an zu lachen.

Ein Lachanfall überlster Art überfällt mich und bringt mir Bauchschmerzen.

"Hallo?", höre ich es genervt und zickig von Bill.

Ich gluckse auf halte mir die Hand vor den Mund und versuche mein Lachen zhu unterdrücken -vergebens. Voller Euphorie pruste ich erneut drauf los. Aus irgendeiner Ecke höre ich ein Stöhnen.

Ich lasse mich an der Wand heruntergleiten, lande auf meinem allerwertesten, werfe meinen Kopf in den Nacken und lache nach Herzenslust weiter. Ich lache so vor mich hin. Keine AHnung, woran es liegt. Vielleicht am Lauf des Schicksals? An der tatsache, dass, egal wie ich ihm aus dem Weg gehen will, das Schicksal -wenn soetwas denn existiert- uns trotzdem wieder zusammenführt. Vielleicht lache ich aber auch nur des Wundermittelchens wegen oder eben der beschissenen Situation. Was auch immer... irgendwann wird mir klar, wie armseelig das Ganze ist und aus meinem Lachen wird soetwas wie ein Wimmern was die Folge eines Wutanfalls hat.

"Ist bei dir alles klar?", fragt Bill und ich bin mir nicht sicher ob ich da Ironie in seiner Stimme höre. Bills Frage bringt mich wieder zum Lachen.

"Hallo, du Penner, ich hab dich was gefragt und ich weiß nicht was daran lustig sein soll, aber bitte lach ruhig noch deine Restzeit hier ab! Dass du verdursten, -hungern und wenn du Pech hast auch erfrieren wirst ich nebensächlich und interessiert dich anscheinend nicht!"

Sofort erstickt mein Lachen mit Schweigen.

"Bitte, was?", frage ich hysterisch, dass sich meine Stimme überschlägt und einen Quietschänlichen Ton von sich gibt.

"Wie auch immer... wieso bist du hier?", fragt Bill mich und ignoriert meine Frage.

Ich verdrehe meine Augen. Bei dem Gedanken, weshalb ich hier bin, legt sich sofort wieder ein Lachen auf mein gesicht. Ich stehe auf, Schwanke ein bisschen und gluckse wieder auf.

"Wieso iich hier bin? Haha... Wegen Dir du Idiot...", blubbere ich bedenkenlos vor mich hin. Ich denke daran, dass ich, Bills Aussage nach, eh bals sterben werde und versuche so also, nach dem Atemgeräuschen Bill zu suchen und gehe auf ihn zu. Jetzt ist's ja auch egal... jetzt kann ich klaren Tisch machen!

"Ich war so... durch den Wind vorhin, dass ich nochmal zu Pete bin, mir ein Wundermittel besorgt habe und hab mich eben ordentlich zugeknallt. Ja... hatte seine Wirkung der Kox... aber naja... jetzt hihi... ist es eh egal, oder?"

Ich wankte da so hin und her, gab irgendeinen Schwachsinn von mir, den kein Mensch verstand und stand nunr direkt vor Bill, wie ich merkte, als ich in etwas weiches rannte.

"Jaaa... und jetzt sind wir ja doch beide hier... allein. Ich frag mich ob es Schiksal ist... jedenfall... wenn wir eh sterben... ich hätte unglaublich Lust dich zu knallen... was meinst du?", lallte ich also und ließ Bill keine Zeit zum Antworten sondern ging noch 2 Schritte auf ihn zu, drückte ihn gegen die Wand und schon lagen meine Lippen auf seinen.

Wie Feuer und Eis...

9.12.07 12:23


~Bill's Sicht~

Nach zwei Stunden knochenharter Arbeit, werfe ich den widerlichen Spüllappen endlich in das Waschbecken neben mir und reiße mir die stinkende Schürze vom Körper.

„KAULITZ!“, brüllt plötzlich etwas hinter mir und ich fahre herum. „Was denn noch?!“ Wenn der nicht aufhört mich so anzuglotzen, springe ich dem noch an die Gurgel!

„HALTEN SIE DIESE TELLER ETWA FÜR SAUBER?!“ Uiuiui – muss der denn gleich so schreien? Ich schenke den Tellern einen kurzen Blick und nicke schnell. „Aber natürlich sind die - “ „NEIN SIND SIE NICHT!“, werde ich lautstark unterbrochen und in Richtung Teller geschubst.

Hallo? Geht’s dem noch gut? Brauch der vielleicht ne Brille? Die sind doch wohl sauber! „Nö, ich mach heute gar nichts mehr!“ Sauer verschränke ich die Arme. Bin ich sein Bimbo oder was? Klar – ich stecke in ´nem Knast fest, aber ist das den gleich ein Grund mich so herum zu kommandieren? Nein, definitiv nicht!

„WEIGERN SIE SICH ETWA?!“ „Ja, ich denke schon.“ Schmunzelnd lehne ich mich an die Wand hinter mir und beobachte wie das Gesicht meines Gegenübers immer roter und roter wird.

„STRAFZELLE! UND ZWAR SOFORT! 36 STUNDEN!“ Mein Blick weitet sich und meine Eingeweide ziehen sich zusammen. Strafzelle… Grob werde ich am Arm gepackt, aus der Tür geschleift und zwei Gänge weiter in einen kleinen Raum geschubst. Hinter mir wird die Tür zugeknallt und ich sitze plötzlich im Stockdunklen.

Vorsichtig taste ich mich an der Wand entlang, doch als ich wieder an der Tür ankomme wird es mir bewusst. Hier drin ist… nichts. Keine Fenster, kein Tisch, kein Stuhl, kein Bett noch nicht mal eine winzig kleine Lichtquelle. Geschockt lasse ich mich auf den Boden sinken. 36 Stunden… Anderthalb Tage! Das kann ja was werden. Soweit ich gehört habe, bekommt man hier drin noch nicht mal was zu Essen, geschweige denn was zu trinken.

Mich innerlich verfluchend warum ich heute noch nichts gegessen habe, nestele ich mein Feuerzeug aus der Hosentasche und lasse es anschnippen. Tatsächlich… Um mich herum nur blanke, schwarze Wände.

Zwei Stunden später schätze ich, ohne Uhr kann ich das ja schlecht beurteilen, wird dir Zellentür erneut aufgerissen, eine Person wird hinein geschmissen und sofort wird die Tür auch schon wieder zu gehämmert. Das grelle Licht von draußen hat mich in diesen paar Sekunden so geblendet, dass ich wirklich nicht erkennen konnte, wer jetzt diese Person war, die da schräg vor mir auf der anderen Seite der Zelle lag.

Mein Feuerzeug war mittlerweile auch alle, da ich es die letzten ganzen zwei Stunden ununterbrochen hatte brennen lassen und so blieb ich nur stumm sitzen und hörte dem regelmäßigen Atem meines Gegenübers zu.

„H… Hallo?“, fragte ich dann doch nach einer Ewigkeit in die Stille hinein und hörte, wie die Person scharf die Luft einzog. Shit, der hat wohl nicht damit gerechnet noch einen hier drin vorzufinden.
„Ehm… Wer ist da?“, kam nach kurzem Zögern eine Antwort und bei der Stimme fuhr ich zusammen. Diese Stimme gehörte der Person, die ich jetzt von allen anderen am wenigstens sehen wollte, deren Lippen vorhin noch auf meinen lagen.
„Hier ist… hier ist Bill.“
9.12.07 11:47


Bill schlief diese Nacht sehr schlecht. Dauernd träumte er von dem entsetzten und angstvollen Gesicht des Schmetterlings und als er zum sechsten Mal in dieser Nacht aufwachte, schlug er die Decke nach hinten und stand genervt auf. Im Dunkeln tastete er nach seinem Shirt, welches er gestern Abend achtlos auf den Boden vor sein Bett geworfen hatte und zog es sich über.

Bewaffnet mit Zigaretten und einem Feuerzeug schlich er sich auf den kleinen Balkon und die kühle Nachtluft schlug ihm entgegen, umhüllte ihn und ließ ihn für einen Moment alles vergessen. Dann zündete er sich eine Zigarette an, atmete den blaugrauen Rauch tief ein und lehnte sich mit dem Rücken an das Geländer. Hinter ihm ging gerade die Sonne über dem kleinen Dorf auf und spiegelte sich in dem Fenster wieder.

Heute würde er sie wieder sehen. Sie; den Schmetterling. Unwillkürlich musste er lächeln.

*~*

Erneut schaute er auf die Uhr, hüpfte von dem einen Bein aufs andere und drehte sich einmal um sich selbst. Leute liefen an ihm vorbei, viele hatten kleine Kinder an der Hand die begeistert auf den Eingang des Zoos zeigten, doch trotzdem konnte er sie nirgends entdecken.

Seufzend ließ er sich auf eine Bank nieder, schloss die Augen und genoss die warme Mittagssonne auf seiner Haut. Hatte er sich vielleicht in der Zeit geirrt?

„Bill!“, ertönte plötzlich eine Stimme, die einem Engel glich hinter ihm und er wirbelte herum.

„Tracey!“ Er lief ihr entgegen und begrüßte sie mit einem kurzen Kuss auf die Wange.

Seine sanften Lippen streiften nur kurz ihre samtweiche Haut, doch trotzdem hörte die Welt für einen kurzen Moment auf, sich um Tracey zu drehen. Wie schön solche Berührungen doch sein konnten…

Vorsichtig legte Bill den Arm um sie, wollte nicht zu schnell sein und wollte nicht, dass sie irgendwas Falsches von ihm dachte. Doch Tracey lächelte nur und legte einen Arm um seine Hüfte.

So gingen sie zum Kassenhäuschen des Zoos. Sie sahen aus wie ein Paar, ein Paar das für einander geschaffen war. Sie sah aus wie ein Engel, ein Engel ohne Flügel und er war das einzigartige Gegenstück dazu. Sie strahlten eine Aura aus, die faszinierend war und in beiden Gesichtern war ein Lächeln zu entdecken.

Sie bezahlten ihre Eintrittskarten und stellten sich zusammen vor das große Schild, welches kennzeichnete, wo was zu finden war.

„Wo wollen wir zuerst hin?“, fragte Bill sie und wollte im Moment nirgendwo anders sein, als hier mit ihr…

9.12.07 11:10


Bill war so fansziniert von der Aura, der ihr Schmetterling von sich gab, dass er einzig und allein Augen für sie hatte.
Das Mädchen hatte ein leichten Lächeln auf ihren roten Lippen liegen. Ihre Augen strahlten pure Wärme aus, schienen so weit und offen wie das Meer und trotzdem waren sie verschlossen und wirkten daher so mysteriös.
 
"Ihr seid echt gut...", sprach das Mädchen und Bill merkte, wie er rot um die Nase rum wurde.
 
Auch das Mädchen bekam nicht mit, dass die Beiden gleich Besuch bekommen sollten, denn auch sie fühlte sich äußerst angezogen von ihrem gegenüber und konzentrierte sich auf ihn.
Erst, als sie Bill mehr äußerlich betrachtete, seine Klamotten, sein perfektes Gesicht und zu guter Letzt auch seine Haare streifte, sah sie die Beiden hinter ihm, wie sie immer näher kamen.
 
Tracey wurde unruhig und es war, als wäre von einer Sekunde auf die Andere jegliche Wärme und Liebe, die ihr Gesicht ausstrahle entwichen.
Bill merkte, dass etwas anders war. Ihre Augen strahlten Angst aus... sein Schmetterling wurde seltsam unruhig und blickte immer wieder auf etwas oder jemanden hinter Bill.
 
"Bill... ich gehe jetzt... ich muss, ich muss los."
 
Tracey schnappte sich ihr kleines Handtäschen, das sie auf dem Hocker hängen hatte lassen, trank den letzten Schluck ihren Drinks weg und rutschte vom Hockter hinunter um wieder auf Beinen zu stehen.
 
Sie warf einen Blick hinter Bill. Das war ihre Chance!!! 
Das Mädchen beugte sich ein Stück vor, legte ihre Lippen auf die zarte, weiche Haut von Bill und flüsterte dann etwas in sein Ohr.
 
"Sei Morgen um 1 Uhr am Zooeingang... ich freu mich..."
 
Das waren die Worte des Schmetterlings an Bill gewesen; und dann hatte sie sich umgedreht und ohne noch einen letzten Blick zu Bill zu werfen verschwand sie inmitten der Menge.
 
Bill war wie in Trance. Es konnte nicht mehr klar denken. War wie benebelt. Er vergrub sein Gesicht in seinen Händen und versuchte zur Ruhe zukommen. Die Hitze in dem Club stieg ihm zu Kopf und erst durch eine schwere Hand auf seiner Schulter, zuckte Bill zusammen und kam wieder zu sich.
 
"Was los, Bill? War doch 'n guter Auftritt..." Tom sprang flink auf den Hocker neben seinem Zwilling und bestellte sich etwas an der Bar.
Bill antwortete seinem Bruder nicht, sonder trank ein Schluck aus seinem Glas. Seine Gedanken kreisten nur im sie... den Schmetterling. 
1.12.07 18:43


~Tom's Sicht~ [nach langer zeit oô]

"Trümper?", erschrocken zucke ich zusammen und wirbele um mich. Ein Wächter schaut ich prüfend von Oben bis Unten an. Das Tütchen in meiner Hand wird von einer Faust umschlossen und fest zusammen gedrückt.
 
Wenn du jetzt auffliegst, bist du tot... 
 
Mir scheint es, als würde mir den Hals abgeschnürt werden und ich spüre die Nervosität meinen Körper entlangkriechen.
 
"Ja?", frage ich den Wächter nach einer, wie es mir scheint, halben Ewigkeit.
"Du hast seit genau 7Minuten Arbeitsbeginn im Waschsaal... ich frage mich also, was du und dein Knackarsch noch hier zu suchen habt..."
Mir bleibt das Wort im Halse stecken. Zu viele Informationen, in zu kurzer Zeit... und vorallem im unpassenden Moment.
"Waschsaal? Arbeitsbeginn?", stottere ich dämlich vor mich hin und verstärke den Druck meiner Faust mit dem Tütchen.
Der Wächter mustert ich erneut von Oben bis Unten und zieht die Augenbrauen hoch.
Ein Grummeln seinerseits, ein "Folg mir" und er dreht sich um.
 
Erleichtert lasse ich das Tütchen mit dem Wundermittel in die unweiten meiner Baggytaschen gleiten, atme hörbar auf und folge dem Wächter.
 
"Da rein!", schnautzt der, vorhin noch ziemlich nette, -okay, ich fands widerlich!- Wächter mich an und zeigt auf eine Tür am Ende des Ganges. Ich nicke nur stumm, verdrehe die Augen und zwänge mich an dem riesem vorbei.
Ich könnte schwören, ein loustvolles Seufzen zu hören, als ich ihn versehentlich mit meiner Hand streife, schüttele mich bei dem Gedanken und betrete schließlich einen großen, verkachelten Raum mit ungefähr 10 anderen Heftlingen.
 
"Bist du Tom Trümper?", fragt ein Typ mich, ungefähr selben Altern. Ich schiebe die Augenbrauen hoch und nicke nur.
"Das nächste mal bitte püntklich, wenn es geht... Geh da rüber... du darfst den sogenannten Wixposten übernehmen... sprich du trennst die Unterwäsche vom Rest und kratzt die Spuren ab..." 
 
Mein Unterkiefer fiel mir beinahe bis zum Knie. Geschockt gucke ich vom einen Kollegen, zum Anderen. "Bitte was?", entkommt es quiekend meiner Kehle. Doch ehe ich meinem Entsetzen Luft machen kann, fangen alle an zu lachen...
 
"War n Scherz... geh rüber zu Andy... der zeigt dir was du genau machen musst."
Erleichtert atme ich auf und gehe rüber zu einem Jungen mit Plationblonden Haaren, welcher mich süffisant angrinst. 
1.12.07 18:12


Kapitel 2. - Zweites Treffen und weitere Verwirrungen

 "So und nun kommt unser letzter Song für heute Abend. Ich habe ihn schon vor längerer Zeit geschrieben. Hier kommt Rette mich!", kündigte Bill den letzten Song an und schon waren die ersten, langsamen Gitarrenklänge zu hören.

Bill und seine Band standen auf der Bühne eines kleine Clubs - mal wieder. Die Gäste interessierten sich nicht sonderlich für sie, doch trotzdem hörte der ein oder andere aufmerksam zu.

"Zum ersten Mal alleine, in unserem Versteck. Ich seh noch unsre Namen an der Wand und wisch sie wieder weg...", fing Bill an zu singen, hielt sich dabei an seinem Mikro fest und ließ den Blick durch den kleinen Club schweifen. Als er an die Bar schaute, musste er unwillkürlich lächeln. Da saß sie, schöner als er sie in Erinnerung gehabt hatte - Tracey.

"Ich wollt' dir alles anvertrauen, warum bist du abgehaun? Komm zurück... Nimm mich mit..." Tracey lächelte ihn an und Bill lächelte zurück. Er hatte auf einmal nur noch Augen für sie, seine Umgebung war kaum noch wichtig, genau so wie beim letzten Mal, als er sie getroffen hatte.

"Komm und rette mich, ich verbrenne innerlich. Komm und rette mich, ich schaffs nich' ohne dich..." Bill legte sein ganzes Gefühl in die Stimme, schloss die Augen und sang einfach nur. Sang für sie.

"Rette mich, rette mich, rette mich, rette mich..." Die letzten Akkorde des Liedes verklangen und Bill öffnete erst dann seine Augen wieder. "Dankeschön!", murmelte er noch schnell ins Mikrofon, kletterte von dem kleinen Hocker runter, auf dem er die ganze Zeit über gesessen hatte und ging nicht so wie seine Bandmitglieder hinter die Bühne, sondern geradewegs zu Tracey.

"Schön, dass du hier bist.", begrüßte er sie und gab ihr erst rechts, dann links einen Begrüßungskuss auf die Wange. "Ja, ich hab mir gedacht, da ich sowieso hier in der Nähe war und gehört hab, dass ihr heute hier spielt, schau ich doch einfach mal vorbei." Sie lächelte wieder ihr verzauberndes Lächeln und Bill setzte sich neben sie an die Bar.

In diesem Moment hatte er wirklich nur noch Augen für sie und so konnte er auch nicht bemerken, wie sich zwei große, breitschultrige Typen den Weg zu ihr durch die Menge bahnten...

5.11.07 14:55


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