4.Kapitel - There is this Butterfly... and, you know, it's really everywhere! ...in my mind and...

"Das war heute das absolut Schrecklichste und Erbärmlichste, was ich von dir je gehört hab Bill!! Du hast noch schlimmer gesungen, als letztes Jahr Silvester, wo du Stockbesoffen warst! Alter! Wenn der Vertrag wegen dir jetzt nicht hin haut, dann Gnade dir Gott! Ich mache so Kleinholz aus dir!"

Tom gestikulierte wild mit seinen Händen in der Luft herum, während er sich vor Bill aufgebaut hatte und ihn an schrie; er war auf 180.

Bill dagegen saß stumm auf seinem Bett, hatte die Hände ineinander verschränkt und hörte seinem Bruder in keinster Weise zu; er dachte an seinen Schmetterling. Schon den ganzen Abend lang dachte er an nichts anderes und hatte sich von der Außenwelt abgegrenzt. Klar, natürlich wusste er irgendwo, dass Tom ihn gerade anbrüllte, aber wozu sich darauf konzentrieren und ihm zuhören, wenn man doch auch an viel schönere Dinge denken konnte?

"Bill? Bihiill? BILL?! Sag mal willst du mich verarschen oder was ist? Hörst du mir überhaupt zu?! Ich glaub mein Schwein pfeift. Du bist echt das allerletzte was man sich an Bruder überhaupt vorstellen kann!"

Ohne das Bill es überhaupt mit bekam, raste sein Zwilling wütend aus seinem Zimmer und erst als die Tür mit einem lauten Boom ins Schloss geknallt wurde, zuckte Bill zusammen und wurde unsanft in die Realität zurück katapultiert.

Müde rieb er sich die Schläfen und nahm einen Schluck aus seiner Wasserflasche, die neben ihm auf dem Boden stand. Das Wasser schmeckte abgestanden und viel zu warm, genauso wie er sich jetzt gerade fühlte.

Als er an das vermasselte Meeting mit der Plattenfirma dachte, wurde ihm schlecht und er hatte das Gefühl sich übergeben zu müssen. Er war so abgelenkt gewesen, dass er geschätzte 20 mal den Text vergessen, 40 mal seinen Einsatz verpasst und 65 mal die schrägsten Töne zustande gebracht hatte. Und daran war verdammt nochmal allein sein zuckersüßer Schmetterling Schuld.

Seine Gedankenwelt drehte sich schon wieder um sie. War sie vielleicht sauer, dass er so schnell abhauen musste? Oder zeigte sie Verständnis für ihn und seine Musik, wie es noch nie ein Mädchen getan hatte? Aber sie meinte ja, dass sie sowieso gleich wieder arbeiten müsse. Als was arbeitet sie überhaupt?

Bill fiel auf einmal auf, wie wenig er eigentlich über sie wusste. Wie war ihr vollständiger Name, wie alt war sie, hatte sie Geschwister, wo wohnte sie, was für einen Job hatte sie, für was für Dinge interessierte sie sich, trank sie auch so gerne Erdbeermilch wie er? Tausend Fragen und doch hatte er keine Antwort. Er hatte ja noch nicht einmal ihre Handynummer.

Bills Blick huschte auf seinen Kalender. Heute war Donnerstag. Noch drei Tage, dann würde er seinen Schmetterling wieder sehen und all' die Fragen, die er abwesend auf ein Blatt Papier geschmiert hatte, würden nicht mehr unbeantwortet sein.

20.2.08 09:44
 


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Anna / Website (20.2.08 10:31)
Huhu!
Vielleicht findest du es etwas blöd und dreist, dass ich dir einfach so schreibe, und denkst: "Diese scheiß Spam-Mails!", aber ich suche hier bei Myblog neue Kontakte, tolle Blogger und Mädels und Jungs, die vielleicht gefallen an meinen Basteleien finden. Und ich dachte die beste Methode ist einfach zu fragen, ob man nicht vielleicht Lust hat bei mir mal vorbeizuschauen.
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