wie ein schmetterling

Bill war so fansziniert von der Aura, der ihr Schmetterling von sich gab, dass er einzig und allein Augen für sie hatte.
Das Mädchen hatte ein leichten Lächeln auf ihren roten Lippen liegen. Ihre Augen strahlten pure Wärme aus, schienen so weit und offen wie das Meer und trotzdem waren sie verschlossen und wirkten daher so mysteriös.
 
"Ihr seid echt gut...", sprach das Mädchen und Bill merkte, wie er rot um die Nase rum wurde.
 
Auch das Mädchen bekam nicht mit, dass die Beiden gleich Besuch bekommen sollten, denn auch sie fühlte sich äußerst angezogen von ihrem gegenüber und konzentrierte sich auf ihn.
Erst, als sie Bill mehr äußerlich betrachtete, seine Klamotten, sein perfektes Gesicht und zu guter Letzt auch seine Haare streifte, sah sie die Beiden hinter ihm, wie sie immer näher kamen.
 
Tracey wurde unruhig und es war, als wäre von einer Sekunde auf die Andere jegliche Wärme und Liebe, die ihr Gesicht ausstrahle entwichen.
Bill merkte, dass etwas anders war. Ihre Augen strahlten Angst aus... sein Schmetterling wurde seltsam unruhig und blickte immer wieder auf etwas oder jemanden hinter Bill.
 
"Bill... ich gehe jetzt... ich muss, ich muss los."
 
Tracey schnappte sich ihr kleines Handtäschen, das sie auf dem Hocker hängen hatte lassen, trank den letzten Schluck ihren Drinks weg und rutschte vom Hockter hinunter um wieder auf Beinen zu stehen.
 
Sie warf einen Blick hinter Bill. Das war ihre Chance!!! 
Das Mädchen beugte sich ein Stück vor, legte ihre Lippen auf die zarte, weiche Haut von Bill und flüsterte dann etwas in sein Ohr.
 
"Sei Morgen um 1 Uhr am Zooeingang... ich freu mich..."
 
Das waren die Worte des Schmetterlings an Bill gewesen; und dann hatte sie sich umgedreht und ohne noch einen letzten Blick zu Bill zu werfen verschwand sie inmitten der Menge.
 
Bill war wie in Trance. Es konnte nicht mehr klar denken. War wie benebelt. Er vergrub sein Gesicht in seinen Händen und versuchte zur Ruhe zukommen. Die Hitze in dem Club stieg ihm zu Kopf und erst durch eine schwere Hand auf seiner Schulter, zuckte Bill zusammen und kam wieder zu sich.
 
"Was los, Bill? War doch 'n guter Auftritt..." Tom sprang flink auf den Hocker neben seinem Zwilling und bestellte sich etwas an der Bar.
Bill antwortete seinem Bruder nicht, sonder trank ein Schluck aus seinem Glas. Seine Gedanken kreisten nur im sie... den Schmetterling. 
1.12.07 18:43


Kapitel 2. - Zweites Treffen und weitere Verwirrungen

 "So und nun kommt unser letzter Song für heute Abend. Ich habe ihn schon vor längerer Zeit geschrieben. Hier kommt Rette mich!", kündigte Bill den letzten Song an und schon waren die ersten, langsamen Gitarrenklänge zu hören.

Bill und seine Band standen auf der Bühne eines kleine Clubs - mal wieder. Die Gäste interessierten sich nicht sonderlich für sie, doch trotzdem hörte der ein oder andere aufmerksam zu.

"Zum ersten Mal alleine, in unserem Versteck. Ich seh noch unsre Namen an der Wand und wisch sie wieder weg...", fing Bill an zu singen, hielt sich dabei an seinem Mikro fest und ließ den Blick durch den kleinen Club schweifen. Als er an die Bar schaute, musste er unwillkürlich lächeln. Da saß sie, schöner als er sie in Erinnerung gehabt hatte - Tracey.

"Ich wollt' dir alles anvertrauen, warum bist du abgehaun? Komm zurück... Nimm mich mit..." Tracey lächelte ihn an und Bill lächelte zurück. Er hatte auf einmal nur noch Augen für sie, seine Umgebung war kaum noch wichtig, genau so wie beim letzten Mal, als er sie getroffen hatte.

"Komm und rette mich, ich verbrenne innerlich. Komm und rette mich, ich schaffs nich' ohne dich..." Bill legte sein ganzes Gefühl in die Stimme, schloss die Augen und sang einfach nur. Sang für sie.

"Rette mich, rette mich, rette mich, rette mich..." Die letzten Akkorde des Liedes verklangen und Bill öffnete erst dann seine Augen wieder. "Dankeschön!", murmelte er noch schnell ins Mikrofon, kletterte von dem kleinen Hocker runter, auf dem er die ganze Zeit über gesessen hatte und ging nicht so wie seine Bandmitglieder hinter die Bühne, sondern geradewegs zu Tracey.

"Schön, dass du hier bist.", begrüßte er sie und gab ihr erst rechts, dann links einen Begrüßungskuss auf die Wange. "Ja, ich hab mir gedacht, da ich sowieso hier in der Nähe war und gehört hab, dass ihr heute hier spielt, schau ich doch einfach mal vorbei." Sie lächelte wieder ihr verzauberndes Lächeln und Bill setzte sich neben sie an die Bar.

In diesem Moment hatte er wirklich nur noch Augen für sie und so konnte er auch nicht bemerken, wie sich zwei große, breitschultrige Typen den Weg zu ihr durch die Menge bahnten...

5.11.07 14:55


Bill und Tracey gingen in ein Cafe, welches auf der anderen Straßenseite lag und recht freundlich udn einladend aussah. Die Beiden setzten sich an einen Tisch am Fenster und bestellten sich jeder einen Cappuchino. "Bill...", wiederholte das Mädchen Bills Namen noch einmal. Bill mochte es, wie sie seinen namen aussprach. Sie legte es in ein glänzendes Seidentuch. Umhüllte es mit einem Duft und lies es wie einen Engels-chor klingen.

Eine kleine, etwas dickere und trotzdem unglaublich symatische Kellnerin kam mit den Beiden warmen Getränken und stellte die Tassen vor den Beiden ab. "Danke...", murmelten die Beiden und umschlossen ihre Tassen sofort, um sich die kalten Finger auf zuwärmen. Schlürfend trinkt Tracey einen Schluck und ein Lächeln legt sich auf ihre Lippen.

"So, Bill... erzähl mir etwas über dich. Wie heißt deine Band? Was spielt ihr so für Musik?..." Bill musste ebenfalls Lächeln. Das Mädchen ihm gegenüber hatte etwas, was sonst niemand hatte, den Bill kannte. Sie verzauberte ihn. Ließ ihn Lächeln durch ihren bloßen Anblick und in eine Traumwelt schweben. Bill kannte sowas nicht und irgendwie, machte es ihm auf eine Art und Weise Angst, doch es gefiel ihm.

Bill nahm einen Schluck von seinem Cappuchino, welcher nach dem ganzen Alkohol bei der Party echt mal eine wohltuende Abwechselung war und zu Bills Genesung und Beruhigung beitrug. "Naja... wir stehen kurz vor Vertragsabschluss... unsere Musik geht so in Richtung Rock... vielleicht auch Rock-Pop... du kannst ja mal zu einem Konzert kommen... wir touren grad ein bisschen durch die Clubs...", erzählte Bill und ließ das Mädchen, welches ihm Gegenüber saß und ihm zuhörte, nicht aus den Augen. Auf Traceys Lippen legte sich wieder ein Lächeln. Bill ging durch den Kopf, dass sie ein wirklich zufriedenes und glückliches Mädchen sein musste... nicht im Traum würde Bill daran denken, dass die Realität soviel grausamer aussah.

"Danke für die Einladung... wie heißt ihr?", fragte Tracey und man hörte, dass sie tatsächlich interessiert war und nicht nur auf Höflichkeit fragte. "Tokio Hotel.", lautete Bills knappe Antwort. Tracey schmuzelte, legte ihren Kopf leicht schief und stellte die Tasse ab.

Bill wusste nicht, ob sie den Namen lächerlich fand und sie deshalb lächelte, oder ob sie den Namen schlicht und weg mochte. Etwas verunsichert trank er einen weiteren Schluck um nicht reden zu müssen und die peinliche Stille verteidigen zu können. Tracey warf einen Blick zur Uhr. Es war, als hätte man einen Hebel umgelegt oder auf einen großen, roten Knopf gedrückt, über dem ausdrücklich Nicht Drücken! geschrieben war. Die Augen des Mädchens, welche solch eine Freundlichkeit und Zufriedenheit ausstrahlten füllten sich mit purer Angst und Panik. Schnell trank sie den Rest des Cappuchinos aus, stellte die Tasse ab und erhob sich vom Stuhl.

Bill verfolgte das Geschehen ratlos und total überfordert. Hatte er etwas falsches gesagt oder getan?

"Bill... es tut mir schrecklich leid, aber... ich muss gehen!! Ich hoffe es macht dir nichts aus, aber ich hab leider mein geld vergessen... man sieht sich dann bei einem Konzert..."

Und ehe Bill sich versah, war das Mädchen aus der Tür verschwunden. Auch, wenn es unter Eile war, ihr Abgang war keinesfalls hektisch und nervenazufraubens. Es war elegant und blieb in Gedächtnis. Das war wieder etwas, was Bill so sehr faszinierte und doch brachte es ihn alles unmöglich durch einander.

30.10.07 13:27


Bill hätte ewig so stehen bleiben können. Nur im Schein der Laterne und dieses fremde Mädchen betrachend. Sie war so hübsch, es schien schon fast als sei sie aus irgendeinem Märchenbuch entsprungen. Eines, was voller Elfen und Prinzessinnen war, sie wäre die schönste unter ihnen gewesen.

Das Mädchen schaute ihn immer noch an. Hatte sie nicht irgendeine Frage gestellt? "Wie.. wie bitte?" Bills Stimme hörte sich rau und belegt an, er war völlig neben der Spur.

"Ich hab gefragt, ob du schlecht gelaunt bist." Ihr Lächeln brachte ihn fast um den Verstand.

"Ja... Ja, kann man so sagen." Sie legte den Kopf leicht schief, wobei ihre blonden Haare sanft von ihrer Schulter fielen. "Ouh, was ist denn passiert? Da drinnen scheint doch eine ziemlich Party ab zu gehen.. Wieso dann so schlecht drauf?" Bill lehnte sich an die Hausmauer und winkelte sein Bein an.

"Ach, nur Stress mit den Bandkollegen, nichts weiter." "Du hast ne Band?" Ihr Augen glänzten auf und wirkten dadurch noch größer und freundlicher. Noch nie hatte ein Mädchen Bill so aus der Bahn geworfen. "Ja, aber nicht der Rede wert." Er winkte ab und zog dabei mit der anderen Hand seine Zigarettenschachtel aus der Hosentasche. "Auch eine?" Lächelnd nickte das Mädchen und schnappte sich eine Zigarette aus seiner Packung. Bevor Bill sich seine eigenen anzündete, hielt er ihr das flammende Feuerzeug vor die Nase und, worauf sie sich ihren Glimmstängel damit anmachte.

"Wie heißt du eigentlich?", fragte der Schmetterling und sah Bill fragend an. "Bill.", antwortete dieser, während blau-grauer Rauch aus seiner Lunge kam. "Bill..." Sie ließ sich seinen Namen förmlich auf der Zunge zergehen und versuchte dabei zu schmecken, was hinter diesem Namen alles verborgen lag.

"Schöner Name. Ich bin Tracey.", lächelte sie schließlich und nahm einen weiteren Zug an ihrer Zigarette. "Sag mal Bill... Wollen wir vielleicht irgendetwas trinken gehen oder so? Hier wird es langsam... kalt." Bills Blick auf ihre Arme, welche von einer Gänsehaut überzogen waren. Ohne weiter nachzudenken, zog er seine Lederjacke aus und legte sie ihr über die Schulter. "Okay, lass uns gehen."

28.10.07 23:20


1.Kapitel: The Beginning...

"Arschloch! Du weißt genau, dass ich es hasse, wenn du an mein Handy gehst!" "Reg dich ab, Bill... ich hab deiner Süßen nur eine SMS geschrieben, dass du Morgen nicht kannst, weil du einen 'Termin' mit deiner Nageldesignerin hast...", grinste Georg Bill an. In Bill brondelte es. Seine Hände hatte er zu Fäusten geballt, seine Augen zu schlitzen verengt und nun funkelte er Georg böse an, welcher das ganze jedoch eher belustigend fand, als dass es ihm Angst einjagte.

"Und sie hat geschrieben... naja... dass sie eh was besseres zutun hätte, als sich mit einer Diva zu treffen, die ein Date mit ihrer Nageldesignerin hat...", füge Georg lüstern hinzu und nun brach es aus Bill raus. Er sprang von seinem Platz auf, hängte sich über Georg und fing an auf ihn ein zudreschen, einzuprügeln und ihn zuverunstalten.

Unsanft wurde er von Hinten gepackt, zurück gezogen und -gehalten, während er noch immer wilde Beschimpfungen gegen sein Bandmitglied brüllte und auf ihn einprügeln wollte. "Bill?! Bist du noch ganz klar in der Birne? Du kannst doch nicht auf Georg los gehen, du Depp! Werd mal locker, Junge...", predigte ihm gerade sein Bruder, der sich schon Öfter als Oft mit dem Bassisten der Band in den Haaren hatte. Bill schubste seinen Bruder von sich und zupfte sich seine Klamotten und Haare zu Recht. "Oh... liegt das Haar unserer Diva etwa nicht?!",  jaulte Georg gleich drauf los. Bill quiekte entsetzt auf, sprang gleich wieder auf Georg und wurde eine Sekunde später unfreiwillig wieder von seinem Bruder zurückgezogen und irgendwo hin verschleppt.

"BILL! Verdammt... geh raus, rauch eine und werd mal klar!! Ist ja nicht zum aushalten... hast wieder deine physischen Tage, he?", schnautzte Tom und schubste Bill durch eine Tür in die eiserne Kälte. "Der Penner provoziert mich!", kreischte Bill zu seiner Verteidigung und war entsetzt. Hatten sich hier denn alle gegen ihn verschworen?!! "Und du lässt dich auf seine kindischen Provokationen ein..." Kopfschüttelnd ließ Tom seinen Bruder draußen stehen, die Tür ins Schloss fallen und gesellte sich wieder den anderen Jungs sowie David zu, während Bill, welcher das alles nicht glauben konnte und noch weniger wollte, eine Schatel West Ice aus seiner Hosentasche kramte und sich kurz darauf eine der Zigaretten zwischen die Lippen klemmte und ansteckte.

"Pisser! Das zahl ich dem Heim... Gott was die jetzt von mir denkt, dass ich jede Woche zu Mareike laufen und mir die Nägel machen würde. So ein Spasti...", murmelte Bill genervt und pustete währenddessen den bläulichen Rauch aus seinen Lungen.

"Hey Kleiner... schlecht gelaunt?". Bill wirbelte um sich. Was war das für eine Stimme? Sie gleichte des zarten Tönen einer Violine, wenn man sie zupfte und es durch einen großen Raum hallte. Ein Duft stieg Bill in die Nase... so süßlich wie der Frühling. Und dort, im schwachten Licht einer Lampe, stand der Erzeuger der Stimme und des Duftes. Bill zog ein letztes Mal an seiner Zigarette, ehe er sie hinter sich schmiss um sich die Person näher an zuschauen.

Eine schmale Figur, so zerbrechlich. Leicht und Luftig gekleidet steht ein Mädchen dort, nich älter als Bill selber, also 16 Jahre... ihr blondes Haar fiel ihr schwungvoll auf die Schultern und schlug dort leichte Locken. Ihr Gesicht, es war so rein, zierlich und... einfach wunderschön. Das Mädchen... es hatte etwas von einem... ja, von einem Schmetterling.

28.10.07 19:16


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